Vom starken Auftritt beim CDI auf Schloss Achleiten im Juni über Spitzenplätze beim Nachwuchschampionat in Olomouc im Juli bis zum nationalen Titel: Nele Cordt hat ihre erfolgreiche Saison mit einem besonderen Höhepunkt gekrönt. Die Wiener Nachwuchsreiterin sicherte sich bei den Österreichischen Dressur-Meisterschaften in Fernitz mit Fauntleroy 6 Gold bei den Children und durfte zusätzlich über Silber mit der Wiener Pony-Mannschaft jubeln.
Es ist eine bemerkenswerte Entwicklung, die Nele Cordt und Fauntleroy 6 in dieser Saison genommen haben. Erst seit Dezember sind die Wienerin und ihr Sportpartner ein Team, wenige Monate später haben sie sich bereits eindrucksvoll in der heimischen Dressurszene etabliert. Beim internationalen CDI auf Schloss Achleiten zeigte das Duo ebenso auf wie bei der Nachwuchseuropameisterschaft 2026, wo Cordt mit Spitzenplatzierungen zu den großen Lichtblicken aus Wiener Sicht zählte.
Vom Saison-Lichtblick zur Österreichischen Meisterin
Bei den Österreichischen Meisterschaften in Fernitz folgte nun die nächste Bestätigung. Mit einem Gesamtergebnis von 147,418 Prozent setzte sich Cordt in der Children-Wertung knapp vor Josephina Baetge aus dem Burgenland mit Kvisgaards Lady Gaga (146,891) und der Steirerin Emma Hödl mit Falco (144,009) durch und holte damit den Österreichischen Meistertitel nach Wien.

Ein Erfolg, der für die Nachwuchsreiterin umso wertvoller war, weil sich Fauntleroy 6 von der Atmosphäre in Fernitz zunächst durchaus beeindruckt zeigte. „Fauntleroy war teilweise sehr angespannt und die Kulisse hat ihn schon beeindruckt. Manche Dinge waren für ihn ein bisschen gruselig, aber er hat trotzdem immer versucht, alles für mich zu geben. Genau darauf bin ich unglaublich stolz“, erzählt Cordt. „Ich habe an diesem Wochenende noch einmal gemerkt, dass er auch in schwierigen Situationen für mich kämpft. Dass wir gemeinsam den Österreichischen Meistertitel holen konnten, bedeutet mir deshalb unfassbar viel.“
Dass die Partnerschaft zwischen Cordt und ihrem „Roy“ trotz der noch relativ kurzen gemeinsamen Zeit bereits hervorragend funktioniert, hatte sich schon während der Saison abgezeichnet. Die Meisterschaften lieferten dafür eine weitere eindrucksvolle Bestätigung. Gerade wenn nicht alles selbstverständlich läuft, zeigt sich schließlich, wie gefestigt ein Duo bereits ist. „Ich nehme von diesem Wochenende vor allem mit, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Es ist wunderschön zu wissen, wie sehr er hinter mir steht und dass wir mittlerweile so ein eingespieltes Team geworden sind“, sagt die Wienerin. „Es war nicht immer ganz einfach, aber umso mehr freue ich mich darüber, was wir gemeinsam geschafft haben. Ich bin sehr zufrieden und unglaublich stolz.“
Silber für Wiens Pony-Team
Und die 13-Jährige durfte Fernitz nicht nur mit Einzel-Gold im Gepäck verlassen. Gemeinsam mit Frida Graski, Katharina Krestan und Katharina Steininger sammelte Cordt auch für die Wiener Pony-Mannschaft wertvolle Punkte. Mit 411,755 Prozent sicherte sich das Quartett hinter der Steiermark die Silbermedaille und rundete damit ein erfolgreiches Meisterschaftswochenende für den Wiener Dressurnachwuchs ab.
Für Cordt und Fauntleroy 6 ist der Österreichische Meistertitel damit der vorläufige Höhepunkt einer Saison, in der das junge Duo mehrfach sein Potenzial unter Beweis gestellt hat. Aus einer erst im Dezember begonnenen Partnerschaft ist innerhalb weniger Monate ein Team geworden, das national bereits ganz oben angekommen ist.
