Neue Aufgabe für Paralympics-Routinier Thomas Haller: Der sechsfache Paralympics-Teilnehmer wurde zum ersten Inklusionsbeauftragten des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) bestellt.
In seiner neuen Funktion möchte der 61-Jährige Barrieren abbauen, Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Pferdesport erleichtern und das sportliche Miteinander stärken.
„Mit der Inklusion sind wir dann fertig, wenn wir nicht mehr darüber reden“, bringt Haller seine Philosophie auf den Punkt. Gerade der Pferdesport biete besondere Voraussetzungen, um Inklusion aktiv zu leben. „Menschen mit und ohne Behinderungen können hier nicht nur gemeinsam, sondern auch gegeneinander Sport betreiben. Das ist einzigartig.“ Mit offener Kommunikation, Bewusstseinsbildung und dem Abbau von Berührungsängsten möchte der Gründer und Geschäftsführer der Wiener Erfolgsfirma hallermobil, dieses Potenzial künftig noch stärker ausschöpfen.
Pionier des österreichischen Para-Pferdesports
Thomas Haller zählt zu den erfahrensten Para-Dressurreitern Österreichs. Seit 1998 ist er im Sport aktiv, bereits zwei Jahre später schrieb er bei den Paralympischen Spielen in Sydney Geschichte: Als erster Österreicher ging er im Pferdesport an den Start und belegte auf Anhieb den vierten Platz. Fünf weitere Paralympics-Teilnahmen in Athen 2004, Peking 2008, London 2012, Rio de Janeiro 2016 und Paris 2024 folgten. Darüber hinaus vertrat Haller Österreich bei zahlreichen Welt- und Europameisterschaften.
Auch abseits des Spitzensports setzt sich der 61-Jährige seit Jahrzehnten für Inklusion ein. Als Gründer und Geschäftsführer von hallermobil, einem Unternehmen für die barrierefreie Beförderung von Menschen mit Behinderungen, beschäftigt er sich täglich mit diesem Thema.
Seit 2007 organisiert Haller zudem das einzige internationale Para-Dressurturnier Österreichs. Dabei steht das sportliche Miteinander im Mittelpunkt: Neben den Para-Bewerben werden reguläre Dressurprüfungen ausgetragen. Eine eigene Inklusionswertung, bei der Reiter aus dem Regel- und Para-Sport gemeinsam Teams bilden, zeigt, wie selbstverständlich gelebte Inklusion im Pferdesport funktionieren kann.
