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Mittwoch, 12. August 2026 News • Menschen • Sport

Dressur · Steiermark

Viele Highlights für Kendlbacher und „Fredi“

Foto: (c) Petra Kerschbaum

Bettina Kendlbacher hat am zweiten Tag der Dressur-Weltmeisterschaft in Aachen eine gelungene Vorstellung gezeigt. Die Steirerin und Broadmoars Don Alfredo AWÖ wurden im Grand Prix mit 69,084 Prozent bewertet und sorgten damit für das nächste solide österreichische Ergebnis. Am Nachmittag komplettiert Peter Gmoser (B) mit Dante’s Daiquiri um 15:25 Uhr das rot-weiß-rote Quartett.

Kendlbacher zeigte mit „Fredi“ vor der beeindruckenden Kulisse in Aachen eine weitgehend sichere Runde. Besonders in den Seitengängen und Wechseln konnte das Duo Akzente setzen. Lediglich im Schritt machte sich die besondere Atmosphäre bemerkbar. „Ich bin unfassbar stolz und sehr dankbar. Die Zickzack-Passage, die Einer- und Zweierwechsel und auch die Traversalen im Trab haben sich richtig gut angefühlt. Es waren heute viele Highlights dabei. Im Schritt war Fredi etwas aufgeregt, da hat man schon gemerkt, wie viel Publikum hier im Stadion ist. Aber man sieht auch, dass wir an der Piaffe gearbeitet haben. Ich bin sehr froh und happy, wie wir das heute gemeistert haben“, bilanzierte Kendlbacher im Gespräch mit EQWO.net.

Für die Steirerin war der Auftritt in Aachen auch deshalb besonders, weil die vergangenen Monate nicht immer einfach gewesen waren. Nach dem Weltcupfinale in Texas hatte sie bewusst versucht, den Druck etwas herauszunehmen und ihre Turnierplanung anzupassen. 

„Nach Texas war ich mental müde. Die Qualifikation für die WM war in diesem Jahr hart umkämpft. Deshalb habe ich versucht, mich ein wenig aus der Turniersaison herauszunehmen und wieder mit mehr Genuss und Dankbarkeit an die Sache heranzugehen – und vielleicht mit etwas weniger Ehrgeiz. Natürlich wäre es schön gewesen, wie Feli (Anm.: Felicita Simoncic) eine persönliche Bestleistung zu schaffen und damit in den Special zu kommen. Aber ich glaube, wir haben unser Land heute sehr würdig vertreten. Ich bin einfach stolz und dankbar, dass wir es gemeinsam so weit geschafft haben.“

Bereits am Dienstag hatte Felicita Simoncic (W) mit Four Legends KS für einen starken österreichischen WM-Auftakt gesorgt. Das Duo erzielte mit 70,730 Prozent eine persönliche Bestleistung. Ulrike Prunthaller (ST) und Fleur TSF wurden bei ihrem ersten gemeinsamen Senioren-Championat mit 68,665 Prozent bewertet.

Als vierter und letzter österreichischer Starter im Grand Prix geht am Mittwochnachmittag Peter Gmoser (B) mit Dante’s Daiquiri um 15:25 Uhr ins Viereck.