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Donnerstag, 3. September 2026 News • Menschen • Sport

Dressur · Wien

Simoncic und Four Legends begeistern in Aachen

Foto: (c) Petra Kerschbaum

Felicita Simoncic hat ihre starke WM-Premiere in Aachen mit einem weiteren überzeugenden Auftritt gekrönt. Die 21-jährige Wienerin und Four Legends KS wurden am Freitagvormittag im Grand Prix Special mit 70,076 Prozent bewertet. Nur wenige Monate nach ihrem Debüt auf Grand-Prix-Niveau lieferte Simoncic damit auch beim Saisonhöhepunkt zweimal ab – und machte Lust auf die Zukunft.

Mit persönlicher Bestleistung von 70,730 Prozent hatte sich Simoncic am Dienstag bei ihrem ersten WM-Auftritt auf Anhieb für den Grand Prix Special der besten 30 Reiter:in-Pferd-Paare qualifiziert. Als einzige Österreicherin war sie damit am Freitag in der zweiten Einzelentscheidung vertreten.

Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen war der Beginn des Grand Prix Special auf 8.30 Uhr vorverlegt worden – und genau zu diesem Zeitpunkt eröffneten Simoncic und Four Legends KS als erstes Paar den Bewerb. Die Entscheidung hinsichtlich der genauen Platzierung wird erst nach der letzten Paarung am Freitagnachmittag fallen.

(c) Petra Kerschbaum

Cool und abgeklärt auf der größten Bühne

Von der großen Kulisse ließ sich das Duo erneut nicht beeindrucken. Simoncic ritt konzentriert und mit viel Ruhe durch die anspruchsvolle Aufgabe, „Fipsi“ präsentierte sich aufmerksam und fokussiert. Lediglich ein kleiner Fehler im Ausgang der Rechtspirouette kostete wertvolle Punkte und verhinderte eine noch höhere Bewertung. Am Ende standen 70,076 Prozent auf der Anzeigetafel.

„Es war richtig cool, noch einmal in dieser Arena reiten zu dürfen. Four Legends ist einfach so cool und lässt sich von der Atmosphäre überhaupt nicht beeindrucken. Es war eine echte Freude und für uns ein super Abschluss dieser Weltmeisterschaft“, freute sich Simoncic.

Bemerkenswert ist vor allem die Geschwindigkeit ihrer Entwicklung. Erst vor wenigen Monaten bestritt die 21-Jährige ihre ersten Prüfungen auf Grand-Prix-Niveau, nun gehörte sie bei ihrer ersten Weltmeisterschaft bereits zu den besten 30 Paaren. 

Ein Versprechen für die Zukunft

Die 21-jährige Wiener hat selbst sich weiterentwickelt. Gerade auf früheren Championaten sei es ihr nicht immer gelungen, ihr Potenzial im entscheidenden Moment abzurufen. „Ich habe früher bei Championaten öfter ein bisschen die Nerven verloren. Deshalb habe ich wirklich viel an mir und auch mental gearbeitet. Das macht sich jetzt bezahlt. Ich bin viel cooler und lockerer geworden. Und genau mit diesem Zugang bin ich nach Aachen gekommen. Dass das dann so aufgeht, ist natürlich überragend.“

Zweimal über 70 Prozent, persönliche Bestleistung im Grand Prix und der Einzug in den Grand Prix Special: Wenige Monate nach ihrem Grand-Prix-Debüt hat Felicita Simoncic bei ihrer ersten Weltmeisterschaft eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihr und Four Legends KS steckt.