Alexander Bösch führte Österreich bei der Vierspänner-WM in Aachen als bester heimischer Fahrer durch den ersten Teilbewerb. Nach der Dressur liegt das österreichische Team mit 115,27 Strafpunkten auf Rang zehn.
Der Vorarlberger hatte bereits am Donnerstag vorgelegt und belegte nach Abschluss aller 54 Fahrten mit 53,57 Strafpunkten den 21. Platz. Am Freitag folgte Erwin Gillinger. Der Oberösterreicher kam bei seinem WM-Debüt auf 61,70 Strafpunkte und Rang 33.
„Ich bin von meiner Dressur ein bisschen enttäuscht. Meine vorderen Pferde waren draußen extrem gut und dann sind sie im Stadion ein bisschen hängen geblieben und nicht ganz so vorwärts getreten, wie ich es gerne gehabt hätte. Dann war ich auch noch etwas verkrampft. Jetzt ist es vorbei und wir konzentrieren uns auf morgen. Dieser Marathon ist nicht irgendein Marathon, das ist schon etwas ganz, ganz Besonderes, von der Linienführung her, von der Anzahl der Hindernissen und von der Streckenlänge. Das wird schon heavy!“, sagte Gillinger im EQWO.net-Interview
Daniel Schneiders, der wie Gillinger für Oberösterreich startet, musste sein Gespann vor der WM kurzfristig umbauen. Sein ursprünglich eingeplantes Führungspferd Inebie war ausgefallen, der kleinere Schimmel Duende rückte in die Formation. Schneiders erhielt 62,96 Strafpunkte und belegte Platz 39.
„Alex hat am Donnerstag super vorgelegt, das hat Druck weggenommen. Der Schimmel musste kurzfristig einspringen und hat seine Aufgabe gut gemacht. Mit den Trabtouren war ich sehr zufrieden, beim Halten hatten wir Probleme“, bilanzierte Schneiders.
Der Steirer Wolfgang Binder beendete die Dressur mit 63,96 Strafpunkten auf Rang 42. Sein Blick richtete sich danach bereits auf den zweiten Teilbewerb: „Für den Marathon sind die Pferde perfekt drauf.“
Österreich auf Teamrang zehn
Für die Mannschaftswertung waren Bösch, Gillinger und Schneiders nominiert. Dabei fließen in jedem Teilbewerb die beiden besten österreichischen Resultate in den Teamstand ein. Nach der Dressur zählen daher die Ergebnisse von Bösch und Gillinger. Österreich liegt mit 115,27 Strafpunkten an zehnter Stelle der 13 Nationen.
Deutschland führt mit 79,31 Strafpunkten vor Australien (81,17) und den USA (81,84). In der Einzelwertung setzte sich der US-Amerikaner Chester Weber mit 30,40 Strafpunkten vor dem Australier Boyd Exell (31,86) und dem Belgier Dries Degrieck (38,19) an die Spitze. Am Samstag wird die Weltmeisterschaft ab 10 Uhr mit dem Marathon fortgesetzt.
Die österreichischen Ergebnisse nach der Dressur:
21. Alexander Bösch (V) Daddy’s Sunshine 2/ Franz Josef 19/ Freestyle 3/ Levisto 3 – 53,57
33. Erwin Gillinger (OÖ) Eros/ Fernandez/ Harry/ Magistraal – 61,70
39. Daniel Schneiders (OÖ) Dancingstar/ Duende/ Fanno/ Kroon Juweel – 62,96
42. Wolfgang Binder (ST) Havelland TSF/ Itzenplitz TSF/ Mistery/ Reinzauber TSF – 63,96
Team Austria: 10. Platz – 115,27
